Hier finden Sie Christian D.s persönliche Antworten rund um die Klimathematik.

Theoretisch vielleicht. Den Gehalt zu senken hieße, der Ausstoß an menschenverursachten Treibhausgasen müsste niedriger sein als das, was wir gleichzeitig an Treibhausgasen aus der Atmosphäre herausziehen (mithilfe der u.a. Praktiken und Technologien). Von einem solchen Szenario sind wir derzeit weiter entfernt als je zuvor: Der möglichen Senkung von CO2 stehen im Moment 40 Milliarden Tonnen jährlich ausgestoßenes CO2 entgegen.

Was die Menschheit noch versuchen könnte, sind Maßnahmen wie diese:

  • Kelp farming
  • Bäume pflanzen (Wälder wachsen lassen)
  • Ozeane „düngen“

Doch dies geschieht im Wettlauf mit der Zeit bzw. mit dem fortschreitenden Klimawandel: dieser zerstört Ökosysteme und arbeitet demnach der Wiederherstellung von Ökosystemen entgegen.

Eine Maßnahme, die nicht von belebter Umwelt abhängt:
Carbon capture and storage. Das ist sehr energieintensiv. Die Energie dafür dürfte sinnvollerweise nur über „Erneuerbare“ gewonnen werden.

Viele Menschen bekämen nichts mehr zu essen, da die Nahrungsmittelproduktion viel Energie aus fossilen Brennstoffen benötigt.

Die Weltwirtschaft bräche zusammen.

Aerosole würden nicht mehr ausgestoßen, somit würde es zunächst noch wärmer.

Militär würde in der heutigen Form nicht mehr funktionieren.

Menschliches/gesellschaftliches Leben (dort, wo noch möglich) würde deutlich entschleunigt.

Nein.

Sehr langfristige Prozesse werden eine erhitzte Erde möglicherweise irgendwann wieder in das uns gewohnte Regime zurückführen können, aber das dürfte Hunderttausende von Jahren dauern.

Kurzfristig wird es einen enormen Druck auf die gesellschaftlichen Systeme geben. Moralfragen werden situativ neu verhandelt werden müssen, Sinnfragen neu beantwortet. Es kommt großflächig zu einer Häufung von psychischen Problemen.

Mittelfristig wird die Erde wahrscheinlich unbewohnbar für Menschen, das heißt, die Menschheit stirbt aus.

Langfristig kommt es zu einem Massenaussterben auf der Erde, möglicherweise zu dem schlimmsten, das es je gab. Vielleicht bleibt ein lebloser Planet zurück.

Fast jeder Mensch ist Teil eines Systems, das durch das Verbrennen von Kohle, Öl, Gas (oder ggf. auch Holz) erst möglich gemacht wurde. Insofern kann kaum ein Mensch außerhalb dieses Systems, das für die Anreicherung von Treibhausgasen in der Atmosphäre verantwortlich ist, agieren.

Kompetenz im Umgang mit gesellschaftlichen Problemen wäre evtl. wichtiger als minimal kleine „Hacks“ zur Reduzierung des eigenen negativen Einflusses auf das Klima.

Ansonsten:

  • keine Kinder in die Welt setzen
  • keine tierischen Produkte kaufen
  • so wenig wie möglich arbeiten (spart Treibhausgase)
  • und allgemein: mit gutem Beispiel vorangehen

Regierungen wurden installiert, um das gesellschaftliche Leben am Laufen zu halten und nicht unbedingt dazu, neue Gesellschaftsformen herbeizuführen. Und unser „Status Quo“ erzwingt leider auch ein immer fortwährendes (Wirtschafts-)Wachstum, eine Dynamik, die immer mehr Energie umzusetzen versucht.

Sähe sich eine Regierung in der Lage, das Finanzsystem neu zu ordnen, um Schulden generell zu streichen und für die Zukunft zu verbieten, könnte sie dies versuchen, um die Erwärmung zu verlangsamen.

Ich würde erstmal davon ausgehen, dass jedes Unternehmen Energie benötigt, um am Leben zu bleiben (ähnlich wie ein Lebewesen). Somit ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass jedes Unternehmen für den Ausstoß von Treibhausgasen Verantwortung trägt.

Nun sind aber die wenigsten Unternehmen wirklich lebensnotwendig für die Menschen. Das Beste, was die meisten Unternehmen demnach tun könnten, wäre, die Firmentore für immer zu schließen.

Die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre ist abhängig von dem Verhalten der Lebewesen auf der Erde. Z.B. ist nur deshalb so viel Sauerstoff in der Atmosphäre, weil es Pflanzen gibt, die diesen in ihrem Stoffwechsel „produzieren“.

Seit der industriellen Revolution ist der Mensch durch Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas dafür verantwortlich, dass sich immer mehr „Treibhausgase“ in der Atmosphäre ansammeln. Diese führen zu einer Erwärmung der Erdoberfläche und der Meere, und somit zu einem Klimawandel.

Die „schnelle Reaktion“ der Erde auf die Erhöhung von Treibhausgasen bewirkt u.a.:

  • Rückzug von Gletschern
  • Wandern von Klimazonen
  • Meeresspiegelanstieg von vielleicht 1-2m (in diesem Jahrhundert)

Die „langsame Reaktion“ der Erde, die die Wissenschaftler noch besser aus der Erdgeschichte herauslesen können als die schnelle, bewirkt u.a.:

  • Absterben von Ökosystemen -> Massenaussterben
  • Meeresspiegelanstieg von mindestens 15m (in den kommenden Jahrhunderten)

Bezüglich der schnellen Klimareaktion: Ja, wegen der Komplexität und Fragilität der Zivilisation (siehe just-in-time Wirtschaft, fragiler Finanzmarkt).

Bezüglich der langsamen Reaktion: definitiv, ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Zivilisation nach einem Massenaussterben übrig bleibt.

Es würden Gifte in die Umwelt entweichen, die bisher noch „gesammelt“, „gelagert“ oder „zurückgehalten“ werden. Besonders problematisch dabei: Atombrennstäbe und -müll.

Kurzfristig gibt es für einige Menschen die „Hoffnung“, dass es andere früher trifft als sie selbst.

Langfristig ist Hoffnung etwas Persönliches. Guter Vortrag zum Thema Hoffnung: https://www.youtube.com/watch?v=fPp2jVlsSg8

Auf ein Auswandern auf den Mars braucht man nicht zu hoffen.

U.a.:

  • Gletscherschmelze
  • Trockenheit
  • Überflutungen
  • Hitze
  • stärkere Hurricanes, Taifune, Zyklone
  • Medicanes

So wie unsere aktuell (ca. +1,5°C ggü. 1750).